Erlebnisse - Tipps, Berichte...

Schmankerl

Ein Sonntagnachmittag im Winter, Schnee, Sonne und Zeit – was gibt es da Schöneres, al...

Winterwanderung zur Kehlkapelle

Beitrag vom 10.01.2021, Schmankerl

Ein Sonntagnachmittag im Winter, Schnee, Sonne und Zeit – was gibt es da Schöneres, als mit der besten Freundin einen ausgedehnten Spaziergang zu unternehmen und dabei neue Orte zu entdecken? Wir starten in Ursulapoppenricht und machen uns auf in Richtung Höhengau. Die Bewegung an der kalten, klaren Luft tut nach den vielen trüben Tagen sehr gut, und die Gesellschaft natürlich auch, besonders in Zeiten von Corona.

Ganz genau wissen wir noch nicht, ob wir auch da landen, wo wir es vorhaben; vorsichtshalber orientieren wir uns an der Straße. Aber schließlich ist der Weg das Ziel und es gibt überall viel herrliche Natur zu entdecken. Die ordentliche Steigung und unser Tempo bringen uns trotz der Temperaturen zum Schwitzen. Bald schon entdecken wir eine erste Kapelle und kurz darauf eine weitere: Schwemmkapelle und Neukapelle. Ein Wegweiser in unmittelbarer Nähe zeigt uns, dass wir noch richtig liegen, und führt uns in den Wald.

Auf manchmal matschigen Pfaden bewegen wir uns durch eine Zauber-Landschaft – die Sonne bricht hier und da durch die verschneiten Äste und taucht Teile des felsigen Walds in ein warmes Licht. Während wir uns noch fragen, wie weit es wohl bis zur Kehlkapelle ist, stehen wir plötzlich vor ihr. Die in einen pyramidenförmigen Standsteinblock gemeißelte und heute schneebestäubte Andachtsstätte wirkt unspektakulär und gleichzeitig beeindruckend. Sie strahlt eine angenehme Ruhe aus, die dadurch verstärkt wird, dass hier kaum andere Menschen unterwegs sind. Eine Weile stehen und staunen wir. Dann gehen wir doch lieber wieder der inzwischen tiefstehenden Sonne entgegen, die einen herrlichen Winterabendhimmel vor uns ausbreitet.

Viele noch unentdeckte Wege und die schöne Landschaft machen Lust, die Gegend häufiger und auch zu anderen Jahreszeiten zu erkunden. Mit roten Backen und sehr zufrieden kommen wir zurück; wir haben heute viel Wald, frische Luft und schöne Erlebnisse getankt.

Highlight

Räuchern ist eine sehr alte, in allen Kulturen übliche Tradition. Die Gründe daf&u...

Räuchern bereichert das Leben

Beitrag vom 06.10.2020, Highlight

Räuchern ist eine sehr alte, in allen Kulturen übliche Tradition. Die Gründe dafür sind ritueller und therapeutischer Art, etwa die Stärkung des Immunsystems oder die Reinigung und Haltbarmachung von Lebensmitteln. Die Sammelzeit für Pflanzen ist jetzt vorbei, sie haben keine Kraft mehr. Dies gilt aber nicht für Wurzeln und Harze. Eine Räuchermischung sollte aus höchstens neun Bestandteilen bestehen: einer Wurzel, zwei Harzen und mehreren Kräutern.
Ab  Maria Lichtmess werden üblicherweise Haus und Hof ausgeräuchert. Wichtige Pflanzen dabei sind Salbei und Thymian. An Ostern kommen vor allem Harze wie Weihrauch und Myrrhe zum Einsatz, aber auch Fichten- und Kiefernharz. Im Wonnemonat Mai werden sinnliche Düfte wie Rose, Lavendel und Myrte verwendet. Zur Sommersonnenwende im Juni sind dies Wetterkräuter wie Johanneskraut, Beifuß, Königskerze und Eisenhut. Mitte August, an Mariä Himmelfahrt, werden die Kräuterbuschen gesegnet, die die Kraft des Sommers in sich tragen. Heilkraft haben in dieser Zeit Holunder und Weißdorn.
Im Herbst kommen oft Minzsorten zum Einsatz, im November Ahnengewürze wie Engelwurz, Wacholder und Misteln.
Zur Winter-/Sommerwende im Dezember und in den Raunächten kommen Bartflechte, Schafgarbe, Lorbeer und Baldrian zum Zug.

 Diese und weitere Veranstaltungen bietet die AOVE in Zusammenarbeit mit Adolfine Nitschke an.

Schmankerl
01.10.2020

Der Fahrrad-Parcour ist 500 Quadratmeter groß. Die Strecke umfasst 110 Meter. Sie dient der...

Pumptrack Elbart

Beitrag vom 01.10.2020, Schmankerl

Der Fahrrad-Parcour ist 500 Quadratmeter groß. Die Strecke umfasst 110 Meter. Sie dient der Förderung der Koordination und dem Techniktraining fürs Radfahren im Gelände. Der Pumptrack ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Es besteht Helmpflicht.

Adresse: Mergelweg, 92271 Freihung OT Elbart

Bild: Siggi Bock. Mit im Bild von links Jürgen Götz, Christian Wiesneth, Johannes Ott, Waltraud Lobenhofer, Patrick Schwemmer, Klaus Siegert, Max Heindl. 

Highlight

Die Kinder und Jugendlichen in Sorghof haben Grund zur Freude: Die örtliche Skateranlage ist...

Skateranlage Sorghof - Attraktion für Kinder und Jugendliche in Sorghof

Beitrag vom 16.09.2020, Highlight

Die Kinder und Jugendlichen in Sorghof haben Grund zur Freude: Die örtliche Skateranlage ist um eine Attraktion reicher geworden. Seit der Eröffnung der Anlage im Jahr 2002 werden die verschiedenen Halfpipes und Rampen mit großer Begeisterung genutzt. Seit 2020 gibt es nun auch noch eine Rampe als Erweiterung. Deren Außenmaße betragen 8,00 x 5,00 Meter bei einer Höhe von 1,50 Meter.

Adresse: Altenweiherstraße, 92249 Vilseck OT Sorghof

Komoot-Tour

Spätsommer, herrliches Wetter, ein freier Nachmittag – und eine Einladung zum 

Experimenteller Radl-Genuss

Beitrag vom 15.09.2020, Komoot-Tour

Spätsommer, herrliches Wetter, ein freier Nachmittag – und eine Einladung zum Stadtradeln Amberg in der Schultasche. Da machen wir mit, waren meine Jungs und ich uns einig. Die Route ist schnell gefunden: Hahnbach – Altmannshof und zurück. Für mich gleichzeitig die Gelegenheit, komoot zu testen. Die Anwendung ist einfach und es macht Spaß, die Tour aufzuzeichnen sowie mit Bildern aufzuwerten.

Auch die Kinder finden es spannend: Wie viele Kilometer haben wir denn schon? Und wie schnell fahren wir eigentlich? Unterwegs begegnen uns viele andere Radler und Spaziergänger. Die Jungs haben mehr das Ziel vor Augen, ich schau mich auch gern links und rechts um und genieße die herrliche Landschaft im Sonnenschein.

Auf dem Rückweg machen wir mehrmals Halt, auf der Strecke liegen nämlich einige Geocaches, die wir so im Vorbeiradeln auch gleich mitnehmen. Die Verstecke führen uns an Ecken, die wir uns sonst vermutlich nicht so genau angeschaut hätten. Manche sind ganz schön knifflig; um so mehr freuen wir uns über die kleinen Erfolge. Den Rest des Weges radeln wir gemütlich heim. Spaß hats gemacht!

Zur Komoot-Tour

Highlight
06.09.2020

Die Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE) hat auch in Zeiten von Corona wie in den verga...

Ferienprogramm

Beitrag vom 06.09.2020, Highlight

Die Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE) hat auch in Zeiten von Corona wie in den vergangenen Jahren ein Ferienprogramm für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren auf die Beine gestellt. Während der Sommerferien wurden vier Termine angeboten: Von der geheimnisvollen Märchenwanderung bis hin zu Tierexpeditionen für kleine und große Forscher und Entdecker war für alle etwas dabei. Die Angebote waren vermutlich aufgrund der aktuellen Situation dieses Jahr zum Teil weniger stark besucht als in der Vergangenheit. Wir möchten aber auch im kommenden Jahr wieder viele Kinder in den Sommerferien zum Mitmachen und Zuhören animieren und freuen uns schon auf die kommende Saison mit spannenden neuen und bewährten Angeboten.

 

Insgesamt haben über 60 Kinder zum Teil mit Begleitung an den Terminen teilgenommen. Über 90 Prozent der Teilnehmer stammen aus der AOVE-Region oder aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach. Das Sommerferienprogramm fand in Gebenbach, Hahnbach und Schnaittenbach statt. Wir möchten uns hiermit auch recht herzlich bei unseren Kulturführern/innen Gretl Mildner, Franz Errras, Gerd Ponkratz, Albert Rösch und Beppo Schuller für ihr außerordentliches Engagement bedanken, auch in dieser Zeit.

Schmankerl

Wenn der Biber mit der Bisamratte baut
AOVE-Tour bietet in Hahnbach Wissenswertes über ...

Wenn der Biber mit der Bisamratte baut - AOVE Ferienprogramm

Beitrag vom 20.08.2020, Schmankerl

Wenn der Biber mit der Bisamratte baut
AOVE-Tour bietet in Hahnbach Wissenswertes über Flora und Fauna–Von Eisvögeln, Rotmilanen und indischem Springkraut

Gut angenommen wurde das „VilsErleben“ der AOVE auf der Gockelwiese. Kulturführer Gerd Ponkratz wusste gekonnt als Förster, Jäger und Angler Jung und Alt zu faszinieren. Äste verschiedener Bäume der Hahnbacher Weich- und Hartholzauen erklärte er und anhand von Präparaten von sieben heimischen Tieren stieg er nach der Flora amüsant und kenntnisreich in die örtliche Fauna ein. Gleich zu Beginn konnte man ein großes, schweres Präparat eines ausgewachsenen Bibers aus nächster Nähe bewundern.

An einem Verbissschaden zeigte Ponkratz auch die Wirkung seiner starken Zähne. Schon galt er für lange Zeit als ausgestorben, erklärte er, da er als delikater Wasserbewohner in den Fastenzeiten nicht nur in den Klöstern gegessen werden durfte. Wieder angesiedelt, würde er heute nicht zu vernachlässigende Schäden an Bäumen, Flussperlmuscheln, Zuckerrüben, Weizen und Hafer anrichten. Dafür, so Pongratz, gebe es aber Entschädigungen aus einem Fonds des Staates. Insgesamt sei er dennoch durch seine Wasser stauenden Bauten „eigentlich ein Naturschützer“ in den Feuchtbiotopen. Nicht selten lebe er sogar in einer effektiven Koexistenz mit Bisamratten, von denen ebenfalls ein Präparat bestaunt werden konnte. Diese würden sogar mithelfen, den Biberbau immer wieder abzudichten. Wolle er alle vor Eindringlingen warnen, schlage der Biber unüberhörbar lautstark und mit einem Knall „wie ein Gewehrschuss“ mit seinem Schwanz aufs Wasser, um sich dann durch das unter Wasser liegende Einschwimmloch in Sicherheit zu bringen, lernte man.

Ein ausgestopfter schillernder Eisvogel wurde gleich erkannt. Er baue lange, nach oben gebogene Neströhren und sei ein „lustiger Geselle“, so der langjährige Förster. Ganzjährig lebe er auch in Hahnbach und an offenen Gewässern. Das disziplinierte Anstehen des Nachwuchses bei der Fütterung und die umgehende Entsorgung deren Kotnetze beschrieb der passionierte Angler gewitzt und im Detail. Auch eine Wasseramsel zeigte er und erklärte, dass diese auf Nahrungssuche unter Wasser scheinbar „fliege“. So listig der Kuckuck mit seinen sprichwörtlichen Kuckuckseiern auch sei, große Probleme mache ihm nun die Klimaerwärmung, da die Vögel immer früher brüten würden und er mit seinen 20 Eiern schlichtweg zu spät komme. Beeindruckend war auch das Präparat eines großen Rotmilans mit seinem gegabelten Schwanz. Er verschmähe auch nicht verendete Fische und sei dadurch sehr wohl ein Umweltschützer. Für alle neu war wohl das Brüten der Schellente in ehemaligen Spechthöhlen. Diese sind oft in neun oder gar zehn Meter Höhe und in Wäldern, nicht selten bis zu zwei Kilometern von Gewässern entfernt. Sind die Jungen flügge, locke sie die Mutter und die Winzlinge kommen dann halb segelnd, halb fallend vom hohen Baum herab, um im „Gänsemarsch“ hinter ihrer Mutter zum nächsten Gewässer zu watscheln.

Gemeinsam ging man noch zu einem vom Biber gebauten Staudamm beim nahen Spielplatz. Dort verwies Gerd Pongratz auch auf das wuchernde indische Springkraut. Dieses müsse unbedingt vor seiner Blüte geschnitten werden, da es ansonsten schnell die örtlichen Gewächse verdränge und nur noch schwer zu kontrollieren sei, riet er den Hahnbachern.

Bild: Josef Iberer

Text: Marianne Moosburger