Sehenswert

Einen Dom oder eine Basilika suchen Sie bei uns vergebens. Stattdessen finden Sie echte Kleinode vor, teils auch Einmaliges, wie Akanthusaltäre, die ausschließlich in Böhmen, in Nordbayern und an einigen Orten in Österreich zu finden sind.

Altes Schloss, Freudenberg

Altes Schloss, Freudenberg

Das Alte Schloss war der Edelsitz der Lintscher Adelsgeschlechter seit dem Mittelalter. Der Bau wurde seit dem 16. Jahrhundert mehrfach verändert und ist gut erhalten.

Außenkapelle der Wallfahrtskirche Johannisberg, Freudenberg

Außenkapelle der Wallfahrtskirche Johannisberg, Freudenberg

Akanthusaltar aus dem Jahr 1730 von Ulrich aus Vilseck

Axtheider Schlößl (ehem. Burghut), Vilseck

Axtheider Schlößl (ehem. Burghut), Vilseck

Als Burghut zusammen mit Froschau Nr. 7 um 1500 erwähnt, umgestaltet in der 1. Hälfte des 17. Jh. und nach 1700, wurde es 1985 restauriert. Es ist ein zweigeschoßiger Bau mit Halbwalmdach, an der Nordseite befindet sich ein Portal mit Oberlicht und "geohrter Rahmung“, die Südseite besitzt einen Treppenturm, das achteckiges Obergeschoß ein Fachwerk, einzelne Gewölbekonstruktionen und Baudetails sind aus der Erbauungszeit.

www.vilseck.de

Backofen Weißenberg, Edelsfeld

Backofen Weißenberg, Edelsfeld

Ab Mai bäckt die Weißenberger Dorfgemeinschaft alle zwei Wochen Brot, welches frisch aus dem Ofen verkauft wird. Zu besonderen Anlässen oder auf Bestellung werden auch Zwiebelkuchen und Woizener-Kuchen gebacken. Wer zuschauen will oder wissen möchte, was ein Woizener Kuchen ist, kann sich bei Heidi Rösl (09665/791) informieren.

Bergfried, Vilseck

Bergfried, Vilseck

Der Bergfried der Burg Dagestein entstand im 14. Jahrhundert durch die Aufstockung einer Stauferzeitlichen Torhalle und besitzt ein sakrales Obergeschoss mit romanischem Portal und hochgotischen Secco-Malereien.

Bruder-Konrad-Kirche, Iber, Hahnbach

Bruder-Konrad-Kirche, Iber, Hahnbach

Schon lange bevor die heutige Bruder-Konrad-Kirche erbaut wurde bestand als Zentrum des kirchlichen und dörflichen Lebens ein Dorfkirchlein. Dieses wurde im Jahre 1769 von den Bewohnern der Ortschaft Iber als "Privatkapelle" erbaut. 1895 wurde die Kapelle vergrößert und eine Sakristei angebaut. 1911 war eine gründliche Innen- und Außenrenovierung erforderlich. Im Jahre 1929 wird von der ersten Bitte der Iberer berichtet, eine neue Kirche zu bekommen. Im Frühjahr 1934 wurde mit dem Kirchenneubau begonnen. Die ganze Ortschaft beteiligte sich durch Hand- und Spanndienste, durch Lieferung von Baumaterial und durch finanzielle Unterstützung an dem großen Vorhaben. Am Kirchweihsonntag im Oktober 1935 wurde die neue Kirche vorläufig eingeweiht. 1948 wurde eine einfache einmanualige Pfeifenorgel eingebaut, die noch heute in Betrieb ist. 1965 wurde die alte Kapelle aus dem Jahre 1769 abgebrochen. Nach einer Renovierung des gesamten Innenraums der heutigen Kirche im Jahr 1968, fand 1973 eine vollständige Außerenovierung des Baus und der Außenanlagen statt.

Brunnen, Edelsfeld

Brunnen, Edelsfeld

Im Rahmen der laufenden Dorferneuerungsmaßnahme erfolgte die Umgestaltung des Rathaus- und Kirchenvorplatzes in Edelsfeld. Der Platz wurde durch den Bronzeguß-Brunnen der Edelsfelder Künstlerin Helen Werner verschönert. Der Brunnen hat die Form eines Ammoniten, der hintere Rand ist höher, nach vorne fällt er ab. Aus dem Ende der Skulptur erwächst der Heilige Stephanus. An der Rückseite des Brunnens findet man das Edelsfelder Wappen. Es schmiegen sich Weizenähren an den Ammoniten - ein Hinweis auf die vielen Weizenfelder um Edelsfeld Zwischen den einzelnen Elementen des Brunnens wurden, um die Neugier der Kinder zu wecken, verschiedene kleine Plastiken versteckt. In der Mitte des Objektes befindet sich schließlich der Wasseraustritt. Das Kunstwerk wurde durch eine Spendenaktion finanziert. Viele Bürger und Betriebsinhaber haben sich hierbei beteiligt.

Burg Dagestein, Vilseck

Burg Dagestein, Vilseck

Die Burg Dagestein wurde im Laufe des 12. Jahrhunderts aus Stein erbaut. Sie gehörte zum Besitz des Hochstifts Bamberg. Die erste Nennung erfolgte 1190, 1205 wurde ein Megelaus von Dagestein in einer Urkunde als Zeuge genannt. Nach seinem Tod und dem Aussterben des Geschlechts nannten sich die Herren der Burg, die Pfleger für den Bamberger Bischof, nach der aufstrebenden Stadt Vilseck. Der Burgturm ist der älteste noch erhaltene Teil der Burganlage. Die beiden Untergeschosse stammen aus der Zeit um 1200, die übrigen entstanden im 14. Jh., Anfang des 19. Jh. wurde das oberste Stockwerk, in dem die Wohnung des Stadttürmers untergebracht war, abgetragen. Das Erdgeschoss mit seinem spätromantischen Kreuzrippengewölbe war ursprünglich eine Torhalle und der Zugang zur Burg. Bei der Restaurierung wurden die Steine weder behandelt noch abgestrahlt, um den 800 Jahre alten Charakter zu erhalten. Vor der Restaurierung war der Eingang zur ehemaligen Burgkapelle zugemauert. Zum Vorschein kam ein einfach gestuftes romanisches Säulenportal, das deutschlandweit eine Rarität darstellt. Ebenso freigelegt wurde ein Chorbogen, hinter dem sich Secco-Malereien verbargen, die im 14. Jh. entstanden sein dürften. Die Anfänge der Burg sollen schon im 9. oder 10. Jahrhundert liegen. Vielleicht bildete sie einen Teil des Burgennetzes gegen die Slawen und diente zur Überwachung der Straße nach Eger.

www.dagestein.de

Donatuskapelle, Aschach, Freudenberg

Donatuskapelle, Aschach, Freudenberg

Die Donatuskapelle wurde 1848 an Stelles eines Holz-Marterls errichtet, das dem Heiligen Donatus geweiht war. Sie ist ein neugotischer Sandsteinbau, die Figuren zeigen den Hl. Donatus, Hl. Sebastian und Hl. Florian.

Dorfbrunnen, Traßlberg

Dorfbrunnen, Traßlberg

Im Dorfbrunnen in Traßlberg ist eine Kanonenkugel eingemauert, die an die Schlacht 1796 bei Witzlhof erinnert, bei der 2200 Menschen starben. Während des 1. Koalitionskrieges (1792 - 1797) zog die französische Sambre-Masse-Armee zweimal durch die Oberpfalz. 1796 kam es zu einem großen Gefecht bei Sternstein in Sulzbach-Rosenberg zwischen den Franzosen und Österreichern. Außerdem gab es eine Schlacht bei Witzlhof (Gemeinde Poppenricht). Die österreichische Kavallerie hieb alles zusammen, was nicht durch Artelleriefeuer gefallen war.

Dorfkapelle Traßlberg, Poppenricht

Dorfkapelle Traßlberg, Poppenricht

Die Kapelle steht mitten in der Ortschaft Traßlberg und wurde 1901 in Eigeninitiative der Anwohner erbaut, weil die am Nordrand des Dorfes stehende alte Kapelle zu klein wurde. Sie ist dem Prager Jesuskind geweiht, das wohl berühmteste Gnadenbild der Barockzeit. Das kostbar gekleidete Original steht in der Karmelitenkirche "Maria vom Sieg" in Prag. Die Kopie in der Traßlberger Kapelle erhielt 1901 in Prag die Weihe. Die Kapelle ist ein einschiffiger, nach Norden ausgerichteter Bau mit nicht eingezogenem, dreiseitigem Chor. Im Süden steht ein kleiner spitzer Turm, in dem auch die Glocke von der alten Kapelle aus dem Jahre 1882 untergebracht ist. Über dem Eingang befindet sich eine Rundbogennische mit einer Madonna. Das Langhaus hat eine Flachdecke mit einem Christus-Monogram in der Mitte. Der Chorbogen ist rund; die die sechs Fenster bestehen aus mehrfarbigem Glas. Im Chor steht ein dreiteiliger Schnitzaltar mit neuromanischen und neogotischen Elementen. In der Mitte hat das Prager Jesuskind seinen Platz, in den Seitennischen Maria und Josef. Eine Grablegungsnische mit hölzernem Christuskörper befindet sich im Altarsockel. Im Chorbogen auf der linken Seite steht der Viehseuchenpatron St. Sebastian, davor befindet sich die Grotte mit der Lourdes-Madonna, welche stets mit frischem Blumenschmuck versehen ist. Rechts findet man den Viehpatron St. Wendelin und davor Christus an der Geißelsäule. Die 14 Kreuzwegstationen sind an den beiden Längsseiten und der Rückwand des Langhauses angebracht. An der östlichen Außenseite zwischen den beiden Fenstern wurde 1998 von der Ortsgemeinschaft eine Gedenktafel mit den Namen der gefallenen und vermissten Kameraden beider Weltkriege aus Traßlberg befestigt. Die Bewohner der Ortschaft und auch der Siedlung haben es durch großzügige Spenden ermöglicht, dass die Kapelle mit ihren 30 Sitzplätzen in den Jahren 1961 und 1977 sowie zum 100-jährigem Jubiläum 2001 jeweils renoviert werden konnte. In der Kapelle werden zu bestimmten Zeiten wöchentlich Maiandachten, Kreuzwegandachten, Oktoberrosen- sowie Sterberosenkränze gebetet. Bei Feierlichkeiten in der Ortschaft wie Bittgang, Vereinsjubiläum, Kirchweihfest und diversen anderen Ereignissen gibt es ebenfalls Gottesdienste.

Europäische Wasserscheide, Edelsfeld

Europäische Wasserscheide, Edelsfeld

Die Bernrichterhöhe ist die "Mitteleuropäische Wasserscheide" von Rhein und Donau. Mehrere Quellen speisen die Ströme. Der Eiselbach z.B. fließt in die Richtung Oberreinbach, Holnstein über die Pegnitz, Main und Rhein in die Nordsee. Der Peutenbach sprudelt an der "Teufelskirche" oder "Geißkirche" - so wurde das Peutental genannt - vorbei in Richtung Su-Ro über Rosenbach, Vils und Donau ins Schwarze Meer.

www.edelsfeld.de

Ev. Kirche St. Michael, Poppenricht

Ev. Kirche St. Michael, Poppenricht

Poppenricht wird 1123 erstmals als Bamberg'sches Lehen erwähnt. Mit der extra angefertigten Michaelsglocke wurde die Kirche 1343 geweiht. Die evangelische Pfarrei entstand um 1581. Im Jahr 1653 wurde das Simultaneum eingeführt. Um 1870 erfolgte der Umbau der Kirche in ihre jetzige Form. Der Anbau der Sakristei entstand im Jahre 1935. Nach über 300 Jahren endete 1964 das Simultaneum; eine eigene katholische Kirche wurde gebaut. Die Einweihung der neu renovierten evangelischen Kirche fand am 16. Oktober 1966 statt. Momentan ist Poppenricht der Pfarrei Rosenberg zugehörig. Den großen und schönen Kirchhof verdankt die Kirchengemeinde dem offenen Simultanfriedhof.

www.poppenricht-evangelisch.de/kirche/index.html

Ev. Kirche St. Stephanus, Edelsfeld

Ev. Kirche St. Stephanus, Edelsfeld

Die geschichtsträchtige ehemalige Simultankirche St. Stephanus auf dem Odinsfeld wurde im 12. Jh. errichtet und besitzt einen gotischen Chor, das Langhaus hat einen romanischen Kragstein, der ursprünglich romanische Eingang führt heute in den Turm. Sie beherbergt Gräber früherer Grundherren von Breitenstein, Holnstein, Steinling und Großalbershof. So liegt hier auch Maria Paulina, die Schwiegertochter des bekannten Sulzbacher Hofrates und Gelehrten Christian Knorr von Rosenroth.

ev. Pfarrkirche St. Vitus, Schnaittenbach

ev. Pfarrkirche St. Vitus, Schnaittenbach

Das Baujahr der Kirche läßt sich nicht feststellen. Turm und Umfassungsmauern sind gotisch, das Langhaus wurde 1712 errichtet. 1910/11 erweiterte man großzügig die Pfarrkirche und erhielt nach Westen ein breites Querschiff und einen tiefen Altarraum. Sehenswert sind die von den Künstlern Richard Holzner und Markus Hörmann ausgeführten Deckengemälde.

Faschterer Kapelle, Schnaittenbach

Faschterer Kapelle, Schnaittenbach

Wenn man am östlichen Ortsausgang von Schnaittenbach beim Forsthaus links in die Straße nach Forst abbiegt, dann gelangt man, von Birken- und Buchenspalieren begleitet, über die Ehenbachbrücke und kurz dahinter über einen schmalen Gehsteig zum Oberen Forst. Von der Anhöhe, die den Ehenbach als langgezogenes Steilufer begleitet, grüßt ein gepflegtes Kirchlein, im Volksmund die „Faschterer Kapelln“ genannt, erbaut 1860. Den Anlass gab nach Aussage der Überlieferung die Erfüllung eines Gelübdes: In Forst setzte 1859 ein sich rasch epidemisch verbreitetes Kindersterben ein, dessen Ursache nicht zu ergründen war. Dieser Seuche fielen auch drei Kinder der Familie zum Opfer, die im Forsthaus wohnte, dem heutigen Anwesen des Landwirts Schärtl (Faschta). Nach Ablegen des Gelöbnisses ging die Seuche zurück und hörte bald ganz auf. Das gegebene Versprechen wurde eingelöst und in eifriger Gemeinschaftsarbeit von den Dorfbewohnern die Kapelle erbaut. Einige Jahre vor dem letzten Krieg ließ die Familie Wendl eine Glocke gießen, die jedem, der in Forst das Zeitliche segnet, die letzte Ehre erweist. Unter dem schmucken Altärchen befindet sich das Heilige Grab mit dem Leichnam Christi. Einige Betbänke laden den Besucher zum Verweilen ein.

Felsenkeller, Hirschau

Felsenkeller, Hirschau

Die Vergabe des Kommunen-Braurechts führte zum Bau von ehemals 36 Felsenkellern, die zur Lagerung des Bieres dienten. Sie wurden wurden um 1700 erstmals erwähnt, sind aber vermutlich älter. Seit 1812 sind sie in Besitz der Familie Dorfner.

Friedhofskirche, Hahnbach

Friedhofskirche, Hahnbach

Der genaue Zeitpunkt des Baus der Friedhofskirche, auch Hl. Dreifaltigkeitskirche genannt, ist nicht bekannt, jedoch weiß man, dass der Saal um 1600 gebaut wurde und die 2. Hälfte der Kirche aus dem 17. Jh. stammt. Die Deckenmalereien sind von 1930, die Kanzel besitzt Knorpelornamentik, Bilder der Evangelisten stammen aus der 2. Hälfte des 17. Jh., es sind volkstümliche Holzfiguren, u.a. Christus in der Rast aus dem 18. Jh. vorhanden. Außen ist ein gotisches Ölbergrelief angebracht. Ende der 90er Jahre wurde die Friedhofskirche wegen drohender Baufälligkeit vorübergehend geschlossen. Nach erfolgter Renvorierung konnte sie im Juni 2004 wieder eröffnet werden.

Frohnbergkirche, Hahnbach

Frohnbergkirche, Hahnbach

Ein ruhiges und idyllisches Fleckchen mit seiner Kirche, Klause und Gaststätte ist der Frohnberg südlich von Hahnbach. Nur einmal im Jahr während des Frohnbergfestes im August bevölkern ihn Tausende von Pilgern aus Nah und Fern. Die kath. Wallfahrtskirche "Unserer lieben Frau" entstand 1723 - 25 und wurde jeweils 1893, 1950 und 1981 renoviert. Sie besteht aus einem Saalbau mit eingezogenem dreiseitig geschlossenen Chor und einem Zwiebelturm im Westen aus Sandsteinquadern. Beachtenswerte Kleinodien: u. a. im Chor Deckengemälde mit Darstellungen aus dem Marienleben, 1782 von J.M. Wild aus Amberg gefertigt, im Tabernakel des Hochaltars Gnadenbild einer sitzenden Muttergottes um 1500, Altarblatt Maria Himmelfahrt, Seitenfiguren Hl. Anna und Joachim, Nebenaltäre in Rokokoform, Kanzel mit Putten (um 1730) Orgel mit Akanthusdekor (um 1720), zahlreiche Votivbilder.

Gemeindeturm, Gebenbach

Gemeindeturm, Gebenbach

Der Gemeindeturm mit Zwiebeldach, der auf einem Dolomitfelsen ruht, wurde in den Jahren 1841/42 in die doppelte Friedhofsbefestigung eingebaut und erhielt zwei Schießscharten, die ihm den altertümlichen Charakter geben, aber keine Funktion besaßen.

Goglhof Eberhardsbühl, Edelsfeld

Goglhof Eberhardsbühl, Edelsfeld

Erbaut wurde der Goglhof 1767 und wurde bis 1909 als Vollerwerb geführt. Die aufwändigen Schnitzereien waren nur durch die Mitgift einer Müllerstochter aus Holnstein im Jahre 1765 möglich. Erst 1865 erlaubte ein Grundstücksverkauf an die Eisenbahn einen bescheidenen Anbau im Westen für die Austrägle. Ab 1940 bis 1991 war er in wechselndem Besitz und wurde 1991 durch Margarete Jäkel mit dem Vorsatz erworben, aus dem Hof ein Museum zu machen. Durch umsichtige Restaurierungen gelang es, den ursprünglichen Zustand des Bauernhauses nahezu überlieferungsgetreu wiederherzustellen. Die kunstvollen Verzierungen im Giebelfachwerk und am Dachstuhl sind einmalig in der Oberpfalz. Dder Kern des Wohnstallhauses mit der Schwarzen Küche und der geräumigen Stube mit dem behäbigen Kachelofen ist fast unverändert erhalten. Dies alles legt Zeugnis ab von einem bescheidenen und arbeitsreichen Leben der Bauern. Der Hof wird nach ökologischen Grundsätzen bewirtschaftet und erhielt im Jahr 2000 die Grüne Hausnummer, die Besitzerin M. Jäkel wurde mit dem Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz und mit der Denkmalschutzmedaillie des Bayerischen Kultusministeriums ausgezeichnet. Führungen sind möglich an jedem 2. Sonntag im Monat von April bis Oktober, 14 – 17 Uhr, und nach Vereinbarung unter Tel. 09664/8276. Führungen finden durch die Besitzerin statt."

www.freilandmuseum-goglhof.de

Hafnertor, Vilseck

Hafnertor, Vilseck

Das Hafnertor ist nach Hafnerei (Töpferei) benannt. Der zweigeschossige Torturm besteht aus Kalkbruchstein und besitzt ein Satteldach, an der Ostseite ist eine Schlüssel- und Maulscharteangebracht, die Westseite zeigt das Wappen des Hochstifts Bamberg und der Kurpfalz.

Heilig-Kreuzkirche, Kreuzberg, Hahnbach

Heilig-Kreuzkirche, Kreuzberg, Hahnbach

Die Hl.-Kreuzkriche ist ein flachgedeckter Saalbau mit Dachreiter, hat barocke Seitenaltäre, Kanzel und Stuhlwagen, Bandelwerkstuckierung und Kerzenleuchter mit den Wundmalen Christi sowie ein klassizistisches Madonnenbild.

Herz-Jesu-Kapelle Krondorf, Hirschau

Herz-Jesu-Kapelle Krondorf, Hirschau

In Krondorf, einem kleinen Dorf fünf Kilometer südwestlich von Hirschau, liegt etwas versteckt hinter einem Hügel die Dorfkapelle „Herz Jesu“. Bereits 1871 baten vier Gemeindemitglieder um die Erlaubnis zu deren Bau. Sie wollten alten und gebrechlichen Einheimischen, denen ein Kirchenbesuch unmöglich war, Gelegenheit zur Andacht geben. Dieses Vorhaben wurde aber erst 1907 umgesetzt. Auf der vorderen Giebelseite der Kapelle befindet sich in einem mit Kupferblech verkleideten Türmchen eine kleine Glocke. Neben dem täglichen Morgenläuten um 6 und dem Mittagläuten um 12 wird um 20 Uhr zum Abendgebet gerufen. Zusätzlich läutet die elektronisch gesteuerte Glocke noch heute zum Schaueramt oder zur Messe für verstorbene Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. 1997 erfolgte die Außenrenovierung. Die umfangreichen Arbeiten konnten nur durch beispielhafte Mithilfe und den Fleiß aller Dorfbewohner bewältigt werden. 1998/99 wurde die Kapelle innen liebevoll renoviert. In den Innenausbau einbezogen war die Sanierung des Gestühls, der Heiligenfiguren und der Kreuzwegstationen sowie die Erstellung eines neuen Altars. Der bisherige aus Granit wurde durch eine Nachbildung des Altars nach der ersten Fassung - der im Chorbogen vor einem schönen blauen Sternenhimmel steht – abgelöst. Bei der Innenrenovierung entdeckte man seitlich über dem Chorbogen zwei Gemälde und legte diese in mühsamer Arbeit frei. Sechs Farbschichten mussten abgetragen werden, ehe die schönen Bilder, zwei auf Wolken schwebende Engel, zum Vorschein kamen. Das Deckengemälde, das den auferstehenden Christus zeigt, wurde abgenommen und während der Renovierung zwischengelagert. Anschließend wurde es wieder in die neue Decke eingesetzt.

Historischer Getreidespeicher Mausdorf, Gebenbach

Historischer Getreidespeicher Mausdorf, Gebenbach

Am Ortseingang von Mausdorf befindet sich eine historische Rarität der Oberpfalz: ein alter Getreidespeicher, der vermutlich aus dem 17. Jh, stammt, mit angebauter Kapelle. Der Mausdorfer Getreidekasten gilt als der einzige noch erhaltene, gemauerte Lagerraum für die Erntevorräte eines ganzen Dorfes. Eine Besinderheit ist, dass der Kasten aus verschiedenen Steinen erbaut ist, und zwar aus gelbbraunem Rhätsandstein, rotbraunem Eisensandstein, Weißem Kalkstein und grauem Kalksandstein aus dem Jura,. In der Barockzeit wurde an die Nordseite des Speichers eine kleine Kapelle angebaut. Der Türbogen trägt die Jahreszahl 1724. Das Altarbild stellt die Krönung Mariens zur Himmelskönigin dar. In der Nische unterhalb des Altartisches befindet sich eine Nachstellung des Leichnams Christi. die Kapelle hatte einen Holzturm, der 1925 abgetragen wurde.

Johannisbergkirche, Freudenberg

Johannisbergkirche, Freudenberg

Die markante Wallfahrtskirche auf dem 605 m hoch gelegenen gleichnamigen Berg stammt aus dem Jahr 1652. Beeindruckend ist die reichhaltige Innenausstattung, die geprägt ist vom viersäuligen Hochaltar mit vier großen Heiligenfiguren. Eine Besonderheit ist die hölzerne Kassettendecke, an der eine barocke Rosenkranzmadonna hängt. Einen besonderen Blickfang bildet die rückwärtige Doppelempore mit Bildern der vier Evangelisten und der vier abendländischen Kirchenlehrer. Das gilt auch für die angebaute Außenkapelle, die ein originaler Akanthusaltar mit Bandlwerk ziert. 1730 wurde er von Hans Ulrich aus Vilseck geschaffen. Jeweils am 24. Juni jeden Jahres wird vor der Wallfahrtskirche das Patroziniumsfest Johannes d. Täufers gefeiert. Ab Pfingsten finden in den Sommermonaten jeweils 14-tägig Gottesdienste um 10 Uhr statt.

Kalkofen Reisach, Vilseck

Kalkofen Reisach, Vilseck

Alter Ringofen aus dem Jahr 1908, einer der letzten seiner Art, zur Kalkproduktion erbaut, 18 m hoch, aus Radialziegeln gemauert. Abgebaute Schichtkalke des unteren Weißjura wurden hier gebrannt für Bauzwecke oder als Dünger. Weiteres Infomaterial: Das Buch "Der Eisengau", Band 19/2002. Das Material für den Ofen stammte aus Unterweißenbach, wo die Schichtkalke des Unteren Weißjura abgebaut wurden. Kalkbrennen war ein Saisongeschäft, d. h. in den Wintermonaten stand der Ofen meist still, während im Sommer Bedarf in der Landwirtschaft und im Baugewerbe bestand. Der Vilstalwanderung führt unmittelbar daran vorbei; Markierung: blaues Andreaskreuz.

Kalvarienkapelle, Gebenbach

Kalvarienkapelle, Gebenbach

Die Kapelle aus Sandstein ist im neobarocken Stil erbaut besitzt barocke Sandsteinfiguren aus dem 18. jahrhundert. Bis 1950 legten die Atzmannsrichter Leichenfaherer ihre sogenannten Totenbüscherl aus Stroh von ihren Wägen hinter die Kapelle. Diese sollten die Toten vor Erschütterungen bewahren.

Kapelle Witzlhof, Poppenricht

Kapelle Witzlhof, Poppenricht

Am 29. April 1804 berichtete Dechant und Stadtpfarrer Dr. G. J. Siegert der Regierung, dass sich in Witzlhof eine Kapelle befindet, bei der er nicht entscheiden wolle, ob sie zu den zu demolierenden Feldkapellen gehöre oder etwa zu erhalten wäre. Es dürfte sich um eine halbrunde, durch ein Gitter verschlossene Marienkapelle gehandelt haben, die 1900 durch einen größeren Neubau ersetzt wurde.

Kapelle Adlholz, Hahnbach

Kapelle Adlholz, Hahnbach

Am 8. Mai 1894 beschlossen die Ortsbürger von Adlholz den Bau einer Kapelle in der Mitte der Ortschaft. Da ein Neubau erforderlich wurde, gründete man 1949 bei einer Ortsversammlung einen Kirchenbauverein. Es kam auch bereits zu Planungen, welche jedoch nicht realisiert wurden. Im Jahre 1963 wurde der Verein erneut aktiv. Mit Unterstützung der Bevölkerung sowie der Marktgemeinde Hahnbach konnte die neue Kapelle am 27.06.1971 feierlich eingeweiht werden.

Kapelle Altmannshof, Poppenricht

Kapelle Altmannshof, Poppenricht

Die schmucke Kapelle, die sich in der Ortsmitte in unmittelbarer Nähe des Gasthauses Kopf befindet, wurde 1885 von den Müllersleuten Johann und Katharina Gehring mit Unterstützung der damaligen Wirtin des Dorfwirtshauses, Katharina Fuchs, erbaut. Schon vor 1885 waren zwei Kapellen vorhanden, deren Standort jedoch nicht mehr bekannt ist und die im Rahmen der Sekularisation auf Abbruch verkauft wurden. Als das Kirchlein kurz vor dem Abbruch stand, wurde es 1990 vom Kapellenverein im "Club Humor" aufwändig renoviert. Bis auf die Lampen und die Betstühle sind alles Originalteile aus dem Jahres 1885. Das Altarbild zeigt eine Nachbildung der Passauer Muttergottes mit Kind. In dem Gotteshaus, das sich bis heute in Privatbesitz von Familie Hans Gehring befindet, werden regelmäßig Mainandachten, Kreuzwege und Rosenkränze abgehalten.

Kapelle Burgstall, Hirschau

Kapelle Burgstall, Hirschau

Im kleinen Dorf Burgstall fällt auf der rechten Seite die schöne neubarocke Kapelle St. Martinerbaut 1925, dem Jahre 1925 auf. Von 1993 - 95 wurde sie innen und außen renoviert. Das Türmchen des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes ist vollständig mit Kupferblech verkleidet. Der Altar stammt ebenfalls noch aus dem Jahr 1925 und zeigt St. Martin auf dem Pferd. Vor dem Altar befinden sich zwei Figuren, die Mutter Gottes und Jesus. Burgstall gehört zur Pfarrei Gebenbach, politisch zu Hirschau.

Kapelle Frohnhof, Hahnbach

Kapelle Frohnhof, Hahnbach

Bereits im Jahre 1704 wurde in Frohnhof eine Kapelle errichtet. Sie entstand auf Anregung des Pfarrers der Pfarrei Hahnbach hin und war ein Gemeinschaftswerk der Frohnhofer Bevölkerung. Diese Kapelle war dem Hl. Wendelin geweiht. Als im Jahre 1962 die Ortsdurchfahrt ausgebaut wurde, musste sie abgebrochen werden. Im Jahre 1989 plante die Dorfgemeinschaft Frohnhof den Neubau. Die Kapelle sollte einen neuen Standort finden, gegenüber der alten Kapelle. Sie wurde mit Hilfe hoher Eigenleistungen der Ortsbewohner und mit finanzieller Unterstützung der Marktgemeinde Hahnbach erstellt. Den Grundstock dazu legte der Nachlass von Frau Anna Schleicher. Die Kapelle stellt heute - in der Mitte des Dorfes - ein schmuckes Kleinod dar. Sie ist der Hl. Mutter Anna geweiht und trägt die Bezeichnung "Mutter-Anna-Kapelle". Die feierliche Einweihung fand am Annatag, dem 26. Juli 1991, statt. Auf dem Altar finden wir auch die Statuen des Hl. Wendelin und des Hl. Ambrosius.

Kapelle Geiselhof Lintach, Freudenberg

Kapelle Geiselhof Lintach, Freudenberg

Ganze drei Höfe an dem Weg von Schlauderhof über Bühl nach Lintach bildeten den Weiler Geisenhof. Dort wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts gegenüber der Hofeinfahrt des mittleren Schwarz-Hofes (heute Wendl) eine Wegkapelle errichtet. Ein Opferstock, der in die Mauer eingelassen ist, bittet die Vorübergehenden um Almosen. Die Glocke haben die beiden Nachbarhöfe 1929 gestiftet. Die Baufälligkeit der Kapelle machte 2000/2001 eine gründliche Sanierung notwendig, die von einem Kapellenverein weitgehend selbst getragen wurde. Da die Heiligenfiguren des Altars abhanden gekommen waren, entschied man sich für eine zentrale Walburga, eingerahmt von St. Johannes dem Täufer und der Jungfrau Maria mit Kind. Die Marienfigur in der Nische über der Eingangstür wurde später hinzugefügt. Es kann aber sein, dass die Walburgiskapelle zu Geiselhof ursprünglich Maria geweiht gewesen ist.

Kapelle Hl. Dreifaltigkeit Krickelsdorf, Hirschau

Kapelle Hl. Dreifaltigkeit Krickelsdorf, Hirschau

Die kleine Ortschaft Krickelsdorf (Stadt Hirschau) mit 106 Einwohnern besitzt eine ansehnliche, liebevoll gepflegte Kapelle, die der Hl. Dreifaltigkeit geweiht ist. Schon 1840 wird in Krickelsdorf eine Kapelle, welche sich in einem ruinösen Zustand befindet, genannt. Im August 1859 beantragte die Ortschaft die Weihe ihrer neu erbauten Kapelle. 1861 wurde sie, weil zu klein und feucht, umgebaut und erweitert. Die Kapelle wurde bis heute von den Dorbewohnern immer wieder renoviert und mit Gemälden und Statuen verziert. Alle vier Wochen läuten die zwei Glocken zum Gottesdienst.

Kapelle Mülles, Hahnbach

Kapelle Mülles, Hahnbach

Eine alte Kapelle, deren Bauzeit nicht zu ermitteln ist, wurde 1907 einer gründlichen Erneuerung unterzogen, so dass sie einem Neubau gleichkam. Der Pfarrer in Schlicht erhielt die Erlaubnis zur Benedizierung und zur Weihe der Glocke.Unter Leistung von Hand- und Spanndiensten der Ortsbewohner und finanzieller Beteiligung der Marktgemeinde Hahnbach wurde die Kapelle 1982 renoviert.

Kapelle Obersteinbach, Hirschau

Kapelle Obersteinbach, Hirschau

Kapelle Obersteinbach - Mitten im Dorf, neben dem schönen Dorfweiher in unmittelbarer Nähe des Kinderspielplatzes, steht die schlichte Kapelle. Sie wird erstmals am 29. April 1804 erwähnt und wurde von der Gemeinde im Zuge der Säkuarisation ersteigert. 1955 wurde eine neue Dorfkapelle gebaut und am 8. Oktober 1955 der schmerzhaften Mutter Maria geweiht. Die der Mutter Gottes geweihte Dorfkapelle im Ortszentrum ist nach der Sanierung 2007 ein wahres Schmuckstück geworden.

Kapelle St. Johannes Kainsricht, Gebenbach

Kapelle St. Johannes Kainsricht, Gebenbach

Der Neogotische Bau mit Dachreiter und Glocke entstand 1897 und ist der Mutter Gottes geweiht. 1952 entfernte man im Altarraum die Lourdesgrotte und erreichtete einen Altar. Um 1980 wurde der Turm erneuert und ein elektrisches Läutwerk eingebaut. Eine weitere Renovierung fand in den Jahren 1997/98 statt. Gegenüber befindet sich ein neogotisches Sandsteinmarterl von 1886 mit Eisenkreuz und eingenischter Heiligenfigur.

Kapelle St. Laurentius Ölhof, Hahnbach

Kapelle St. Laurentius Ölhof, Hahnbach

Die ehemalige Hammerkapelle wurde Anfang des 15. Jh erbaut, besitzt ein unterkellertes Schiff, einen zwiebelgekrönten Dachreiter (schlankes Holztürmchen), der Altar ist nach Inschrift 1640 entstanden, das Altarblatt zeigt die Kreuzigung, die Seitenfiguren stammen wohl aus Mitte des 18. Jh.

Kapelle St. Otto Schmalnohe, Edelsfeld

Kapelle St. Otto Schmalnohe, Edelsfeld

Die Kapelle St. Otto wurde im Jahr 1279 erstmals erwähnt und 1721 umgestaltet, bis zur Säkularisation war sie dem Kloster zugehörig. Der Saalbau mit Dachreiter ist über Vouten flachgedeckt. Bei der Renovierung 1968 wurden der hochmittelalterliche Mauerkern entdeckt sowie südseitig gotische Fresken, die leider abgeschlagen waren. Das Mauerwerk wurde in äußerst seltener Fischgrättechnik (von Vitruv als „opus spicatum“ bezeichnet) errichtet, dies war v. a. in karolingischer und ottonischer Zeit verbreitet. Der Akanthusaltar, vermutlich von Doser, stammt aus 1721, ebenso sind Doser die Miniaturbüsten der 14 Nothelfer auf Akanthuskonsolen zugeschrieben, die Kanzel (um 1680) ziert Fruchtwerk und ruht auf Säulen.

Karolingische Ringwallanlagen Frohnberg, Hahnbach

Karolingische Ringwallanlagen Frohnberg, Hahnbach

Der Frohnberg ist eine beliebte Ausflugs- und Wallfahrtsstätte. Zahlreiche Naturdenkmäler und Funde von Ausgrabungen deuten darauf hin, dass der Frohnberg aufgrund seiner exponierten Lage im Tal der Vils seit jeher ein strategisch bedeutsamer Siedlungspunkt war. Man fand Reste einer gut 8 ha großen frühmittelalterlichen Wall-Graben-Anlage, die nach neueren typologischen und archäologisch-geophysikalischen Forschungen ziemlich sicher in das 8. bis 10. Jahrhundert n. Chr. zu datieren ist. Sie dürfte eine bedeutende Funktion im Herrschaftsgefüge der karolingisch-ottonischen Zeit im Nahbereich wichtiger Fernwege und Furten über die Vils gehabt haben. Die Befestigung stand sicher in enger grundherrlicher Beziehung zum Herrschaftszentrum des 8. bis 12. Jahrhunderts in Sulzbach (Burg Sulzbach, Stadt Sulzbach-Rosenberg). Ausgrabungen im Zentrum des Frohnbergs im Umfeld der sog. Lourdes-Kapelle östlich der Wallfahrtskirche St. Mariä Himmelfahrt in den Jahren 2003 und 2004 erbrachten Überreste eines ca. 9 × 9 m großen Turmhauses aus dem 12. Jahrhundert sowie weitere Gebäudespuren, überwiegend von Wohngebäuden in Holzbauweise, zu Tage. Mit einiger Wahrscheinlichkeit gehören diese Baureste zur Burg des 1121 erstmals urkundlich fassbaren Sulzbacher Ministerialengeschlechts der Herren von Hahnbach, die sich offenbar nach der nächst gelegenen größeren Siedlung "de Hannipah" nannten. Eine im Jahr 1189 von Kaiser Friedrich Barbarossa „bei Hahnbach“ (apud Hannipah) ausgestellte Urkunde dürfte demnach auf der Burg Frohnberg unterzeichnet worden sein. Zum Herrensitz gehörte auch eine 1467 erstmals genannte Kirche. Sie war dem Hl. Petrus geweiht und könnte ihren Ursprung bereits in der Burganlage des frühen Mittelalters haben. Ihre Reste sind unter der heutigen Wallfahrtskirche zu vermuten. Im Laufe des 13. Jahrhunderts wurde die hochmittelalterliche Burganlage zerstört. Ende des 13. Jahrhunderts war der Frohnberg in Reichsbesitz. Ab etwa 1291 bis in das 17. Jahrhundert lässt sich mindestens eine zinspflichitge Hofstelle auf dem Berg nachweisen. Möglicherweise bereits im 16. Jahrhundert wurde der verfallene Herrensitz zudem von einem frommen Einsiedler bewohnt, was die Errichtung einer Wegekapelle an Stelle des ehemaligen Wohnturms der Burg erklären könnte. Die Marienwallfahrt auf dem Frohnberg lässt sich erstmalig für das Jahr 1665 urkundlich fassen. Ein mittelalterlicher Ursprung der Wallfahrt ist zwar nicht auszuschließen, doch infolge der Ausgrabungsergebnisse sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist die Entstehung der Wallfahrt im Zuge der Gegenreformation. Das Gotteshaus Mariä Himmelfahrt spielte als zeitweise einzige katholische Kirche im Sulzbacher Land eine wichtige Rolle während der in diesem Teil Bayerns heftigen Auseinandersetzungen im Zuge der Gegenreformation. Noch heute ist die Marienwallfahrt auf dem Frohnberg ein zentraler Teil des katholischen Lebens in der Region. Alljährlich findet auf dem Frohnberg die sogenannte Frohnberg-Festwoche statt. In der Woche um den 15. August, dem Feiertag Mariä Himmelfahrt, kommen Tausende von Wallfahrern zu den Gottesdiensten, die bei trockenem Wetter im Freien vor der Kirche gefeiert werden. Östlich der Lourdes-Kapelle schließen sich dann mehrere "Buden" an, wo sich die Pilger nach den Gottesdiensten mit Bier und Bratwürsten stärken.

Kath. Kapelle Hl. Josef Massenricht, Hirschau

Kath. Kapelle Hl. Josef Massenricht, Hirschau

Akanthusaltar im Historismusstil, Kapelle von 1926.

Kath. Kirche St. Stephanus, Edelsfeld

Kath. Kirche St. Stephanus, Edelsfeld

Die Pfarrkirche St. Stephanus wurde um das Jahr 1910 im neubarocken Stil erbaut. Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte am 5. Juni 1910 durch Generalvikar Dr. Georg Triller. Der Altar von 1687 und die Kanzel aus dem 17. Jh. stammen aus dem alten simultanen Gotteshaus. Die Pfarrei Edelsfeld gehört zum Bistum Eichstätt.

Kath. Kirche St. Wolfgang Atzmannsricht, Gebenbach

Kath. Kirche St. Wolfgang Atzmannsricht, Gebenbach

Die romanisch-frühgotische Kirche St. Wolfgang im Gemeindeteil Atzmannsricht zählt mit ihrem Chorturm zu den charakteristischsten Zeugnissen der Gegend aus dem Mittelalter. Es dürfte sich bei der Kirche bereits um eine Bamberger Gründung handeln (also jedenfalls nach 1007). Der Turm ist gotisch, im Unterbau romanisch. Die Hohlrippen des Chorgewölbes entwachsen den Mauerecken ohne Vermittlung. Hinter dem barocken Hochaltar sind Rundbogenfenster. Im 18. Jahrhundert hat man das Langhaus verlängert und barockisiert. Bei einer Kirchenrenovierung wurden 1955 zwei gotische Fenster mit Maßwerk entdeckt. Daraus ist zu schließen, dass auch das Langhaus früher in gotischem Stil errichtet war. Im Inneren der Kirche findet man eine gotische Christusstatue und wertvolle Figuren, die um 1490 entstanden sind (Wolfgang, Heinrich, Kundigunde, Georg, Bernhard, Stephanus, Madonna und Rosenkranzmadonna sowie die vier Evangelisten).

Kath. Nothelferkirche, Hirschau

Kath. Nothelferkirche, Hirschau

Ursprüngliche Wallfahrtskirche aus dem 14./15. Jh. mit barockem Akanthusaltar (1713), der die 14 Nothelfer zeigt. Der Name des Altars bezieht sich auf eine Staudenpflanze des Mittelmeerraumes, deren Blattform bereits die alten Griechen als Ornament in ihre Architektur einbrachten. Die Kirche wurde ab 1687 umgebaut, die Orgel stammt aus dem Jahr 1769.

Kath. Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit, Freihung

Kath. Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit, Freihung

Die Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit wurde in den Jahren 1764/65 durch den Sulzbacher S. Regner erbaut und 1922 nach Westen hin erweitert. 1929 erfolgte die innere Neufassung (Deckenbilder, Stuckergänzung), renoviert wurde sie im Jahr 1960 und von 1986 - 88. Die Kirche ist ein Saalbau mit eingezogenem Chor und besitzt einen achteckigen über fünf Seiten in das Langhaus eingebundenen Westturm aus unregelmäßigen Sandsteinquadern und ein zylindrisches Obergeschoß mit Kegeldach und innen über eine flache Stickkappentonne. Stattliche Altäre und eine Kanzel des späten Rokoko sind die Kleinodien der Kirche.

Kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Hirschau

Kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Hirschau

Bau aus dem 15. Jh. mit spätgotischem Altarraum, ebenfalls 15. Jh.. Die Kirche hatte ehemals einen freistehendem Turm (Campanile), 1753 wurde ein neuer Turm an der Westseiteneu gebaut, 1848 wurde die Kirche im neugotischen Stil umgestaltet.

Kath. Pfarrkirche St. Johannes Bapt. Großschönbrunn, Freihung

Kath. Pfarrkirche St. Johannes Bapt. Großschönbrunn, Freihung

Der Sandsteinquaderbau aus dem 12. Jh. führt bis in die Epoche der Romanik zurück. Der Turm (südlich mit Schießscharte) ist im Unterbau gotisch und besitzt verputzte Obergeschosse aus dem 16./17. Jh. Das Langhaus wurde im 18. Jh. erhöht und nach Westen erweitert. Auch der Hochaltar und die Seitenaltäre sind aus dem 18. Jh. Die Deckenbilder in Stuckrahmen stellen die Verklärung Christi dar. Westlich der Kirche befindet sich eine Kapelle mit Grottenmadonna. In die südliche Außenmauer ist ein Leichenschauhaus integriert.

Kath. Pfarrkirche St. Maria Seugast, Freihung

Kath. Pfarrkirche St. Maria Seugast, Freihung

Im Historismusstil erbaut mit spitzbogigem, neogotischern Eingang, die Skulpturen stammenzum Teil aus der Entstehungszeit. Man findet gegenüber renovierte Felsenkeller.

Kath. Pfarrkirche St. Martin, Gebenbach

Kath. Pfarrkirche St. Martin, Gebenbach

Die Ansicht Gebenbachs ist geprägt von der katholischen Pfarrkirche St. Martin an der Hauptstraße und dem davor stehenden Gemeindeturm. Beim Kirchenneubau 1974 kam ein Kirchengrundriss aus der Karolingerzeit zum Vorschein, der leider vor einer genaueren Untersuchung zerstört wurde. Es dürfte sich um eines der ältesten Fundamente in der Oberpfalz überhaupt gehandelt haben. Die Kirche entählt eine gotische Apsis mit eingezogenem, rechteckig geschlossenem Chor mit zwei Kreuzjochen. Auf der Decke sind die Symbole der vier Evangelisten angebracht. Der 32 m hohe Kirchturm war einst bis zur Glockenstube romanisch. Beim Neubau der Kirche stürzte er ein, wurde jedoch im alten Stil, allerdings ohne das romanische Fenster, wieder aufgebaut. Die neue Kirche schließt sich im Westen an den Turm an und hat die Form eines Sechsecks. Im Dreiecksschild die Wappenfigur eines T. Es wird vermutet, dass es sich um den Grabstein eines der letzten Gebenbeck handelt. In der Apsis der barocke Hochaltar mit dem Bild des heiligen Martin (Kirchenpatron), ferner ein romanischer Taufstein. Neben der Kirche findet man einen runder Gemeindeturm mit Zwiebeldach, eingebaut in die doppelte Friedhofsbefestigung, mit Schießscharten und Halbeisen.

Kath. Pfarrkirche St. Michael, Poppenricht

Kath. Pfarrkirche St. Michael, Poppenricht

Der rechteckige, großzügige Bau der neuen katholischen Kirche wird überragt von einem schlichten 34 m hohen Turm. Die Grundsteinlegung erfolgte am 30. Juli 1962. Die nach Entwürfen von Professor Wolfgang Mahlke geschaffenen Bleikristallfenster, die die gesamte Ostseite einnehmen, gehören zum Prachtvollstem, was nach dem Krieg an sakraler Glaskunst in der Oberpfalz entstand. Vor allem, wenn die tiefstehende Morgensonne die 25 000 Gläser zum Leuchten bringt, ist dieser Anblick ein unvergessliches Erlebnis. Die Lichtwand gliedert sich in fünf gleich große Fenster. Diese bestehen aus einer Vielzahl von Einzelgläsern, die durch Bleiruten verbunden sind. Das Marienfenster in der Turmkapelle zeigt sechs bedeutende Szenen aus dem Leben Marias. Die Ostfenster stellen folgende biblische Szenen dar: Der reiche Fischfang, Bergpredigt, Einzug in Jerusalem, Das letzte Abendmahl, Fußwaschung, Der gute Hirte, Kreuzigung Jesus, Auferstehung Jesu, und die Geistsegnung.

www.poppenricht.de

Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul Paulsdorf, Freudenberg

Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul Paulsdorf, Freudenberg

Langhaus mit hölzerner Kassettendecke; Altäre mit bemalten Holzreliefs der lat. Kirchenväter.

Kath. Pfarrkirche St. Ursula Ursulapoppenricht, Hahnbach

Kath. Pfarrkirche St. Ursula Ursulapoppenricht, Hahnbach

Die neubarocke Kirche wurde 1912 von H. Hauberrisser erbaut. Bemerkenswert sind das große Deckenfresko von J. Witmann (1959) und die Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert (aus dem Vorgängerbau übernommen). Der Hochaltar (1763) stammt angeblich aus der Martinskirche in Amberg, er ist viersäulig ausgebaut und mit Figuren von Peter Hirsch sowie dem Altarblatt Maria Immaculata von M. Pösl versehen. Figuren der Apostelfürsten an der nördlichen Chorwand, Seitenaltäre (um 1730) mit über Eck gestellten Säulen, Nischen- und Seitenfiguren; Kanzel mit Rocailledekor, Kreuzwegbilder aus Öl auf Leinwand sind sehenswert. Unter den Heiligenfiguren befindet sich eine Mondsichelmadonna des Rokoko.

Kath. Pfarrkirche St. Ägidius, Aschach, Freudenberg

Kath. Pfarrkirche St. Ägidius, Aschach, Freudenberg

Chorturmkirche in einem ehemaligen befestigten Friedhof, im Kern romanisch. 1749 - 1755 wurde das Langhaus durch den Maurermeister Joseph Wolf, 1766 der Turm von Wolfgang Diller erneuert. Renovierung des Turmes 1966/67, der Kirche 1979-1982. Das Langhaus ist durch Putzlisenen gegliedert, der eingezogene, quadratische Chorturm besteht aus Sandsteinquadern. In der Kiche befinden sicfh drei Rokokoaltäre (um 1770) mit nazarenischen Altarblättern; der Hochaltar ist ein bühnenhafter, viersäuliger Aufbau mit Seitenfiguren; die Kanzel besticht mit klassizistischer Ornamentik (um 1800).

Kehlkapelle Höhengau, Hahnbach

Kehlkapelle Höhengau, Hahnbach

Die Kehlkapelle und der Altarstein sind aus einem pyramidenförmigen Sandsteinblock gemeißelt. Als Entstehungsjahr ist 1749 anzunehmen. Eine Nische über dem Altar diente einst zur Aufnahme des holzgeschnitzten Bildes des Heilands an der Geißelsäule, während die Höhlung unter dem Altar einem heiligen Grab vorbehalten ist. Die Figur des Geißelheilands ersetzt ein Relief aus Gips. Von den einst zahlreichen Votivbildern sind nur noch einige neuere vorhanden. In früheren Jahren wallfahrteten auch katholische Vereine aus Amberg zur Kehlkapelle bis der 1.Weltkrieg die Gnadenstätte vergessen ließ. Erst Mitte der zwanziger Jahre wurde die im Wald gelegene Betstätte renoviert und 1929 ein Kreuzweg errichtet. Eine erneute Renovierung erfolge 1991 durch die Höhengauer Dorfgemeinschaft.

Kirche St. Joseph Niederärndt, Edelsfeld

Kirche St. Joseph Niederärndt, Edelsfeld

Der am steil abbrechenden Talrand des Sigrasbaches gelegene Bau zählt mit seinem schlichten rechteckigen Langhaus und der halbrunden, gewölbten Apsis zu den wenigen, verhältnismäßig gut erhaltenen Bauwerken der Romanik im Amberg-Sulzbacher Land und ist eine der ältesten Kirchen im Landkreis. Die isolierte Lage auf einem Bergplateau der um die Mitte des 12. Jahrhunderts errichteten Kapelle läßt auf einen ursprünglichen Zusammenhang mit einer Burganlage schließen (ähnlich Frohnberg). Bei der Renovierung (1892) wurde der Dachreiter am Westturm mit Spitzhelm ersetzt.

Kreuzerhöhungskirche Axtheid-Berg, Vilseck

Kreuzerhöhungskirche Axtheid-Berg, Vilseck

Die Kreuzerhöhungskirche, Bergkirchl genannt, hat einen barocken Hochaltar und zwei Seitenaltäre. Fertigstellung des Neubaus war 1823, im Jahre 1862 wurde der Erweiterungsbau abgeschlossen. 1981 fanden Renovierungsarbeiten statt. Vom Marktplatz aus ist das Bergkirchl aus durch die romantische Lindenallee mit den Kreuzwegstationen in ca. 30 Minuten Fußweg zu erreichen. Die Kirche ist nur für Gottesdienste an besonderen Feiertagen und Hochzeiten sowie zur Bergfestwoche geöffnet. Ansprechpartner: Pfarrbüro St. Ägidius Tel. 09662/225 oder 40351.

Kreuzwegkapelle, Bläßleinsberg, Freihung

Kreuzwegkapelle, Bläßleinsberg, Freihung

Die Kapelle besitzt ein Tonnengewölbe mit Stichkappen, rundbogige Fenster, eine Nische mit Heiligenfigur, einen marmoriertern Historismusaltar mit Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert.

Marienkapelle Süß, Hahnbach

Marienkapelle Süß, Hahnbach

Barocke Kapelle mit zwiebelgekröntem Dachreiter (schlankes Holztürmchen), die 1819 nach Westen verlängert wurde. An der Ostwand befindet sich das mittlere Teilstück des ehemaligen Altars (um 1700) mit Figur der Muttergottes, flankiert geschnitzten Figuren (Hl. Nikolaus und Blasius) aus dem beginnenden 16. Jh., die Figur der Mutter Gottes an der Nordwand stammt ebenfalls aus dem 16. Jh.

Marienkapelle, Oberschalkenbach, Hahnbach

Marienkapelle, Oberschalkenbach, Hahnbach

Die Marienkapelle besitzt einen reich verzierten neogotischen Altar mit dem Relief "Madonna und Jesuskind" und Fialen sowie ein Krabben-Ornament als Bekrönung.

Mittelalterliches Markttor (Amberger Tor) mit Storchennest, Hahnbach

Mittelalterliches Markttor (Amberger Tor) mit Storchennest, Hahnbach

Wahrzeichen von Hahnbach ist das mittelalterliche mittlere Markttor (Amberger Tor) aus dem 16. Jh. Es ist das einzige Tor der ehemals aus drei Toren bestehenden Ortsbefestigung, das heute in seiner ursprünglichen Substanz noch erhalten ist. Auf dem spitz zulaufenden Dachfirst ist ein Storchenhorst angebracht, der bis heute jährlich von einem Storchenpaar besetzt wird.

Nepomuk-Kapelle Buchberg, Schnaittenbach

Nepomuk-Kapelle Buchberg, Schnaittenbach

Das Nepomuk-Kircherl auf dem Buchberg wurde am 7. August 1983 als eine „Brücke vom freien Westen zu den Völkern hinter dem Eisernen Vorhang im Osten“ feierlich eingeweiht. Seine Existenz verdankt es dem Buchberg-Bauverein, dessen „Hauptmotor“ Ehrenbürger Dr. Hans Weiß war, maßgeblich unterstützt von Dr. Martin Winkler, Dr. Max Stauber, Landrat Dr. Hans Wagner und Stadtpfarrer Josef Gebhardt. Die Planung des Baus erfolgte durch den damaligen Kreisbaumeister Forster. Drei Figuren aus Holz, von einem Künstler aus dem Grödnertal geschaffen, zieren den Innenraum, des Weiteren findet man an der Stirnseite ein Kreuz mit der Christusfigur, an den Seitenwänden eine schöne Marienstatue und eine Statue des Patrons, des heiligen Nepomuk. Nicht nur zum Buchbergfest, sondern das ganze Jahr über, pilgern Buchbergfreunde zu dieser Stätte in freier Natur.

Nepomuk-Kapelle Schlicht, Vilseck

Nepomuk-Kapelle Schlicht, Vilseck

An der Vilsbrücke steht als Abschluss des Dorfplatzes von Schlicht seit mehr als zwei Jahrhunderten die Johannes-Nepomuk-Kapelle. Am 28. August 1728 verwandelte ein Wolkenbruch mit verheerenden Schäden das Vilstal in einen einzigen See. Der damalige Ortspfarrer Johann Kaspar Neuhauser riet den geschädigten und verängstigten Dorfbewohnern, ihr ganzes Vertrauen auf die Hilfe des Hl. Nepomuk zu setzen und schlug vor, den Gedächtnistag des Wasserheiligen Nepomuk, den 16. Mai, fortan in einem eigenen Kirchlein zu feiern. Die Dorfbewohner waren damit einverstanden. 1732 wurde in nur 42 Tagen die Kapelle erbaut und am 4. November eingeweiht. 1923 wurde die Vorderfront zur Kriegergedächtnisstätte gestaltet und 1933 nach einem Blitzeinschlag die Kapelle renoviert. In den letzten Kriegstagen 1945 wurde bei der Sprengung der Vilsbrücke die Kirche beschädigt. 1947 baute man sie erneut und setzte die Vorderfront des Gotteshauses zurück.

Neues Schloss Lintach, Freudenberg

Neues Schloss Lintach, Freudenberg

Das Neue Schloss in Lintach aus dem frühen 17. Jh. ist eine Anlage mit drei Flügeln und einem kleinen Innenhof. Das Schloss erhebt sich dreigeschossig mit einem turmartigen Erkerbau. Noch heute ist der Ringgraben, der sich um das Schloss zieht, in seinem ganzen Umfang erkennbar.

Neukapelle Höhengau, Hahnbach

Neukapelle Höhengau, Hahnbach

Bereits 1715 bestand die Absicht, "eine kleine, jedoch geschlossene Kapelle zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit zu errichten". Diesem Plan widersetzten sich jedoch damals die Besitzer der vier Bauerngüter, welche keinen Beitrag leisten wollten. Allerdings hatte auch der Pfarrer von Aschach, in dessen Pfarrei Höhengau damals eingegliedert war, Einspruch erhoben. Der damalige Plan konnte also nicht ausgeführt werden. Am 16 Juni 1887 erschienen vor dem Pfarrer Josef Schuberth von Ursulapoppenricht die Anwesensbesitzer von Höhengau und erklärten, im Ort eine Kapelle erbauen zu wollen, "um sich da selbst an Sonn- und Feiertagen und nach Umständen auch an Werktagen zum Gebet zu versammeln". Gleichzeitig betonten sie auf priesterliche Funktionen zu verzichten und die Kapelle auf eigene Kosten baulich zu unterhalten. 1973 ersetzte die Dorfgemeinde die 1887 errichtete Kapelle durch einen modernen Bau.

Obertor, sog. Vogelturm, Vilseck

Obertor, sog. Vogelturm, Vilseck

Das "Obertor", der sogen. Vogelturm (nach Nachtwächte: Bartolomäus Vogel), beherbert heute das erste Deutsche Türmermuseum, und besitzt Zwiebeldachreiter und Eckquader, innen findet man das Wappen des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn, dat. 1727, außen den Wappenstein des Hochstifts Bamberg.

Osterbrunnen, ortsübergreifend

Osterbrunnen, ortsübergreifend

Eine touristische Attraktion in unserer Region sind die Osterbrunnen, die zwar ihre Heimat im Fränkischen haben, bei uns seit einigen Jahren aber immer mehr Liebhaber finden. Der Hauptgrund für das Schmücken von Brunnen und Quellen liegt vor allem in der Bedeutung des Wassers als lebensspendendes Element Mündliche Überlieferungen legen den Brauch in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Traditionell wird erst die Anlage gesäubert, danach wird der Brunnen geschmückt. Als Schmuck dienen ausgeblasene Eier, die bemalt oder verziert sind. Weiterhin gehören zur Dekoration um die Brunnentröge geflochtene Fichtenzweige, oder Zweige, die zu Gerüsten und Kronen geflochten werden. Meist sind die Osterbrunnen vom Palmsonntag bis zum Sonntag nach Ostern geschmückt.

www.osterbrunnen-online.de

Pfarrkirche St. Martin Wutschdorf, Freudenberg

Pfarrkirche St. Martin Wutschdorf, Freudenberg

Die heutige Kirche ist ein heller barocker Saalbau, der größenteils wohl aus dem 17. Jahrhundert stammt. Die stimmungsvolle Taufkapelle ist Teil einer gotischen Vorgängerkirche. Bemerkenswert sind auch die zwei Holzplastiken von St. Nikolaus und St. Blasius an den Seitenwänden aus dem 15. Jahrhundert. Drei in den Wänden eingelassene Grabplatten erinnern an die Herrschaft Freudenberg, die im Mittelalter im Freudenberger Schloss residierte.

Pfarrkirche St. Walburga Lintach, Freudenberg

Pfarrkirche St. Walburga Lintach, Freudenberg

Die Pfarrkirche St. Walburga zählt zu den schönsten barocken Dorfkirchen der Oberpfalz und ist als einzige in der Diözese Regensburg der Hl. Walburga geweiht. Die Vorläuferin der jetzigen Kirche war wohl im gotischen Stil erbaut und wurde zu Ehren des Hl. Bartholomäus errichtet. Gestaltet wurde der Innenraum mit seinem Tonnengewölbe von dem Wessobrunner Meister Anton Landes, Neffe und Schüler von Baptist Zimmermann. Die Stuckdecke ist fein gegliedert, die Deckengemälde zeigen Bilder aus dem Leben der Hl. Walburga. Die rosa marmorisierten Aufbauten im Chorraum werden von vier Säulen mit goldenen Akanthuskapitellen getragen. Der Altar stammt vom Amberger Bildhauer Franz Joachim Schlot. Im Kirchturm hängt eine Glocke aus dem Jahr 1564. Ihr eigenartiger Klang ließ sich später nicht auf das neue Geläut abstimmen. Sie erklingt heute nur noch Sterbeglocke.

Pfarrkirche St. Ägidius, Vilseck

Pfarrkirche St. Ägidius, Vilseck

Die Kirche besitzt einen gotischen eingezogenen Chor (1407 bis 1412) und gotischen Turm auf romanischem Kern. Das zentrale Langhaus mit Wandpfeilern und Galerien wurde 1752 errichtet. 1973 erfolgte eine grundlegende Innenrestaurierung. Nach Bauinschrift am 2. Nördlichen Strebepfeiler des Chors war 1407 der Baubeginn der Kirche unter Einbeziehung des romanischen Vorgängers aus dem 11. Jahrhundert., 1751 - 53 erfolgte der Neubau des Langhauses (durch Schwesinger, Küchel), renoviert wurde sie 1938, 1962 und 1973. Die Deckenbilder stammen aus dem Jahr 1754, 1938 wurde die Übermalung von 1895 entfernt. Die Ausstattung ist barock: der Hochaltar angeblich von J. Michael Doser von 1713, den Stilformen nach jedoch erst 2. Viertel 18. Jh, das Altarblatt zeigt den Hl. Ägidius, die Seitenfiguren stellen die Heiligen Georg, Sebastian, Bischof Otto I. und Wolfgang dar, im Auszug Schnitzgruppe der Marienkrönung, flankiert von Kaiser Heinrich II. und Kunigunde, die Kanzel stammt aus den Jahren 1760 - 70, bekrönt von Moses mit den Gesetztestafeln, das Orgelgehäuse ist mit Akanthusschnitzereien um 1710 geschmückt, der Taufstein mit geschnitzter Taufgruppe von 1754. Am Außenbau befindet sich südlich eine Ölbergkapelle mit bemalten lebensgroßen Steinfiguren und Passionsrelief um 1500. Südlich der Kirche ist eine ehemalige Fortifikation (militärische Befestigung) mit Resten von Schießscharten und Graben, heute ist dort ein Spielplatz.

www.vilseck.de

Pfarrkriche St. Georg, Schlicht

Pfarrkriche St. Georg, Schlicht

Der Turm der Kirche ist romanisch, der Chor wurde um 1400 erbaut, das Langhaus ist von 1734. Eine vollständige Innenrestaurierung erfolgte 1997.

Pflegerhof, Vilseck

Pflegerhof, Vilseck

Ehemaliger Burgguthof. Der Turm entstand als Stadttor (Weihertor) 1375. 1745 bis 1756 und 1765 bis 1802 war der Burgturm Amtssitz des Hochstiftisch-Bambergerischen Pflegers. 1983/85 erfolgte die Sanierung und der Umbau zu einem Hotel mit Gaststätte.

Pflegschloss, Hirschau

Pflegschloss, Hirschau

Das Schloss im Ostteil der Stadt war wohl der Ursprung der Stadt Hirschau und die erste und einzige Befestigungsanlage, bis die Stadt ihren Mauerring mit Wassergürtel erhielt. Der noch erhaltene, dreigeschossige Schlossbau mit Treppengiebeln und gefassten Fenstergewanden reicht in seiner heutigen Erscheinung in das 15. Jahrhundert zurück, doch dürfte das Mauerwerk teilweise noch älter sein. An der Westlangseite des Schlosses befindet sich ein Erker mit 2 Inschrifttafeln, auf der oberen steht eingemeißelt:"1478 Wilhalm Tondorffer", der um diese Zeit Pfleger in Hirschau war. Die untere Tafel zeigt zwei Wappenschilder mit den bayerischen Rauten bzw. Löwen und dem Namen "Maister Erhar". Der hat möglicherweise den Umbau des Schlosses geleitet und ist vielleicht identisch mit Erhart Bauer, der längere Zeit in Eger ansässig war und in der Oberpfalz arbeitete. An- und Umbau in neuerer Zeit haben den ursprünglichen Charakter der Schlossanlage entscheidend geändert. Das Schloss diente bis zur Aufhebung des Amtes Hirschau den landesherrlichen Beamten als Amtsgebäude, daneben auch zur Aufbewahrung des angelieferten Zehentgetreides. Nachdem das Pflegamt Hirschau aufgehoben worden war, ersteigerte der ehem. Pfleggerichtsdiener Dürschl das Schlossgebäude, das er im Jahr 1817 an Andreas Dorfner verkaufte, der im Gebäude eine Brauerei errichtete. Die Anfänge des Pflegschlosses sind leider nicht genau bekannt. Sicher ist jedoch, daß auf dem Schloßareal bereits zur Gründung der Siedlung Hirschau - durch die Grafen von Sulzbach - zur Sicherung im 13. Jahrhundert eine Befestigung existierte. Mancherorts wird vermutet, dass das Schloss aus der Regierungszeit des Böhmenkönig "Wenzel des Frommen" - das heißt aus der Mitte des 10. Jahrhunderts - stammt. Da dieser aber keine Besitzungen in dieser Gegend besaß, dürfte dies auf einer Verwechslung mit König Wenzel von Wittau, der um 1400 herum eine gewisse Rolle in der Geschichte von Hirschau spielte, beruhen. Untersuchungen am Mauerwerk belegen, dass Teile des Schlosses aus dem 14. Jahrhundert stammen. Vermutlich existierte zu Beginn nur ein befestigter Mauerring, der zu einer Festung ausgebaut wurde, die 1474 abbrannte. Da seit 1325 das Pflegamt Hirschau existierte, dürfte seit dieser Zeit auch schon ein Schloßähnliches Gebäude Teil der Festungsanlage gewesen sein. Nach dem Brand wurde an derselben Stelle das heute noch bestehende Schloss wiederaufgebaut und, nach einer Inschrift im Erker, 1478 fertiggestellt. In den damaligen wechselvollen Zeiten, als die Herrschaft selten von Dauer war und zahlreiche Kriege das Land überzogen, diente es als Festung der noch kleinen Ortschaft. Dazu war es von einem Schlossweiher nach außen hin und einem Wassergraben zur Stadt hin umgeben; der einzige Zugang war durch eine Zugbrücke gesichert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Hauptgebäude mehrmals umgebaut, um es an die jeweilige Nutzung anzupassen. Die übrigen Gebäude des Areals waren abgesehen von 2 Eck-Türmen, die um 1800 verschwanden, und dem Zollgebäude, der heutigen Wirtschaft, nie dauerhafte Bauten gewesen. So brach man mit dem Wiederaufbau des Schlosses im 15. Jahrhundert Fenster in die Stadtmauer, die im 16. Jahrhundert versetzt oder erweitert wurden. Für die Nutzung als Brauerei wurden im 19. Jahrhundert wieder umfangreiche Umbauten vorgenommen und die Mälzerei im Osten angebaut. Aus dieser Zeit muss auch der große Stadel im Süden des Areals stammen. Leider fiel 1911 die Zugbrücke als Zugang zum Innenhof einem Brand zum Opfer - nun ist von der ursprünglichen Befestigung nur noch die Stadtmauer auf der Nordseite erhalten. Kaiser Karl IV. richtete Anfang des 14. Jahrhunderts zur Sicherung der "Goldenen Straße" von Nürnberg nach Prag entlang der Route überall Pflegämter ein. Der Pfleger von Hirschau nutzte dazu das Pflegschloss. Außerdem diente es bis zum Bau des Rathauses auch als Sitz des Stadtrates. Als das Pflegamt Ende des 18. Jahrhunderts aufgelöst wurde, verkaufte man stückweise das Schloss-Areal und es kam schließlich in den Besitz der Familie Dorfner. Andreas Dorfner erwarb 1817 das Pflegschloss mit Hofraum, um dort eine Brauerei einzurichten; die restlichen Gebäude und Grundstücke des aufgeteilten Areals wurden im Laufe der folgenden hundert Jahre von der Familie Dorfner gekauft. Nach mehrmonatigem Streit mit der Stadt Hirschau wurde 1819 westlich des Schlosses die Brauerei und östlich des Schlosses die Mälzerei errichtet. Wie es sich für eine Brauerei gehört, wurde 1820 an Stelle des alten Zollgebäudes des östlichen Hirschauer Tors ein Gasthaus eingerichtet. Im Jahr 1968 mußte die Brauerei aus Platzmangel erweitert werden und zog deshalb gleich nebenan in den Neubau um. Das Schloßgebäude stand damit vorübergehend leer. Seit der Renovierung der alten Schlossgaststätte 1987 kann man hier nun im neuen komfortabel eingerichteten Schloß-Hotel wieder herrschaftlich essen und schlafen. Die Küche bietet eine breite Auswahl von der einfachen Brotzeit bis zu internationalen Gerichten. Ergänzt wird die umfangreiche Speisekarte immer wieder durch besondere Aktionen. Für Übernachtungsgäste stehen im Schloß-Hotel 12 Zimmer zur Verfügung. Eine besondere Attraktion ist das große Fürstenzimmer, das gerne Hochzeitspaare, die im Hause feiern möchten, für die Hochzeitsnacht zur Verfügung gestellt bekommen..

Pflegschloss, Vilseck

Pflegschloss, Vilseck

Der Vorgängerbau entstand im 14. Jh. als sogen. Burghaus; von 1765 bis 1803 war dort der Amtssitz des Hochstifts des Bambergischen Pflegers. Es besitzt eine barocke Fassade mit Torspion.

Radlerdenkmal, Hahnbach

Radlerdenkmal, Hahnbach

Das Radlträger-Denkmal wurde 1994 errichtet. Wer durch Hahnbach in Richtung Gebenbach fährt, wundert sich vor dem Tor rechts über eine Skulptur und deren Bedeutung. Hier die Geschichte: Vor und nach der Zeit des 2.Weltkrieges trugen auswärtige Radfahrer ihre Fahrräder durch Hahnbach, um wegen des Pflasterbelages die Fahrradreifen zu schonen. Reifen waren in dieser schlechten Zeit teuer und schwer zu beschaffen. Später wurden aus diesem Tatbestand viele verschiedene Geschichten erfunden. Die bekannteste Interpretation ist, dass die Fahrräder von den Auswärtigen nur deswegen getragen wurden, um die Hahnbacher spöttisch und höhnisch auf den holprigen Pflasterbelag der Hauptstraße aufmerksam zu machen. Solche Spott-Geschichten beantworteten die Hahnbacher meistens mit „schlagkräftigen“ Argumenten. Weil dies überall bekannt war, war es nicht ratsam, alleine sein Fahrrad durch Hahnbach zu tragen. Das Radlträgerdenkmal will sinnfällig daran erinnern.

www.hahnbach.de

Rathaus, Hirschau

Rathaus, Hirschau

Das mittelalterliche Rathaus - um 1490 gebaut - wurde früher auch anders genutzt. Die reichen Hirschauer Bürger gingen einst in ihr Rathaus, um in den kreuzgratgewölbten Gängen zu kommunizieren und einzukaufen. Da die Zeiten (um 1844) auch wieder schlechter wurden, beschreibt das Buch "Geschichten der Stadt Hirschau": "Die andere Längenhälfte des Gewölbes wird gegenwärtig von dem Stadtdiener als Wagenremise, Düngerstätte sowie Standort zweier Schweinsställe benutzt und gewährt ganz natürlich den Durchgehenden einen höchst missfälligen Anblick und widerwärtigen Geruch."Allerdings haben sich in dieser Zeit noch zwei Läden erhalten: In der östlichen Hälfte ist rechts (...) eine Fleischbank und links der Brotladen. Der gut erhaltene Pranger an der Westseite der Fassade erzählt eine ganz andere Geschichte. Auf diesem Kragstein standen die Verurteilten, oft mit einem Halseisen zusätzlich angebunden. Sie mussten sich von der Bevölkerung beschimpfen und mit Abfall bewerfen lassen.

www.hirschau.de

Schlossberg, Freudenberg

Schlossberg, Freudenberg

Wenige Mauerreste erinnern an das Schloss der Freudenberger, im Gelände sind die Vorgängerburg und der Halsgraben erkennbar, bis Anfang 19. befand sich hier das Pflegamt.

Schlößl, Schnaittenbach

Schlößl, Schnaittenbach

"Schlößl" wird der Burgstall (Rest einer ehemaligen Burg) auf der nach Norden vorspringenden Nase des Buchbergs oberhalb von Sitzambuch genannt. Der Name Schlößl ist irreführend, da die dortige Burg, die entweder zur Zeit Karls des Großen um 800 oder in der Ungarnzeit zwischen 907 und 955 n. Chr. erbaut wurde, keine Ähnlichkeit mit einem Schloss hatte. Das Bauwerk zeigt sich als ein in primitiver, aber dennoch fester Weise errichtetes Bauwerk in Trockenbauweise. Die Anlage war verhältnismäßig groß (Durchmesser etwa 35 m) und musste mit erheblichem Einsatz von Arbeitskräften errichtet worden sein, was auf einen bedeutenden Herrschaftswillen bzw. einen sehr mächtigen Burgherrn hindeutet.

St. Jakobskirche, Hahnbach

St. Jakobskirche, Hahnbach

1434 errichtet, gehört sie zu den bedeutendsten Bauten der Gotik im Landkreis. 1521 wurde ein mächtiger Turm angebaut, für dessen Bau man 17 Jahre brauchte. Im Inneren der Kirche ist die gotische Architektur trotz der im 18. Jh. durchgeführten Änderungen erhalten geblieben. Außerdem befinden sich sechs wertvolle Fresken aus der Zeit von 1450 bis 1500 hinter dem mächtigen Hochaltaraufbau. Der Taufstein der Kirche enthält die Jahreszahl 1556. Aus der Erbauerzeit des Chores stammt auch das Sakramentshäuschen auf der rechten Seite des Hochaltars.

www.pfarrei-hahnbach.de

St. Leonhardskirche, Vilseck

St. Leonhardskirche, Vilseck

Bau wahrscheinlich im Jahre 1505 errichtet, 1897 renoviert und 1986 restauriert. Es handelt sich um einen flachgedeckten mit eingezogenem Chor und westlichen Zwiebeldachreitern. Der Chor mit Spitzbogenfenstern und Kaffgesims hat ein spitzbogiges, profiliertes Portal an der Nordseite (heute leider zugemauert). Ebenso ist ein Kappengewölbe mit ausgekehlten Rippen, Laub- und Bandelwerkstrukturen sowie ein spitzer Chorbogen vorhanden. Die Altäre sind neugotischer Art. Im Hochaltar befindet sich im Schrein eine Muttergottesfigur aus dem 18. Jahrhundert. Der nördliche Seitenaltar beinhaltet ein Schnitzrelief der heiligen Anna Selbdritt (Anfang 16. Jahrhundert).

Teufelssattel, Edelsfeld

Teufelssattel, Edelsfeld

Lagebezeichnung: westlich des Weges Weißenberg-Oberweißenbach, etwa 44 m südlich des abgegangenen Trosthofes. Eigentümer: Johann Heldrich. Zugelassene Nutzung: Schutzstreifen von 5 m Breite rings um den Block. Innerhalb desselben sind Veränderungen am Boden und Baumbestand nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörde zulässig. Zusätzliche Einzelangaben: Holzschild "Teufelssattel" ist angebracht. Das Naturdenkmal ist ein ca.1, 5 m aus dem Boden herausragender Kreidesandblock von ungewöhnlicher Form. Er liegt unmittelbar am ausgeschilderten Wanderweg Nr. 13 Rot nach Trosthof, am Westrand des Flurstücks. Der Block wird von einer danebenstehenden Kiefer eingerahmt. Der in der Verordnung erwähnte abgegangene Trosthof ist als Wohnhaus neu aufgebaut.

Tourendaten

Teufelsstein, Kreuzberg, Vilseck

Teufelsstein, Kreuzberg, Vilseck

Nordöstlich des Kreuzberges, ca. 200 m östlich der alten Bayreuther Straße gelegen. Mitgeschützt ist die Birke nördlich des Steins und ein 5 m breiter Geländestreifen rings um den Block. Veränderungen innerhalb des Schutzstreifens unterliegen der Genehmigung der Naturschutzbehörde. Länge ca. 3,5 m, Breite ca. 2,5 m, Höhe ca. 1,5 m, Fläche ca. 8,75 qm. In der Umgebung findet man lockeren Kiefernbestand auf Sanduntergrund mit Heidelbeeren als Unterwuchs.

Vilstor, Vilseck

Vilstor, Vilseck

Das Vilstor wurde 1375 erbaut als Haupttor nach Bamberg und 1436 mit der Anlage des Stadtweihers zugesetzt. In der Folgezeit wurde es als Pulverturm und Apotheke genutzt. Angebracht ist das Wappenschild des Hochstifts Bamberg und des Bischofs Lampert von Brunn.

Wallfahrtskirche Mausberg, Gebenbach

Wallfahrtskirche Mausberg, Gebenbach

Fährt man von Hahnbach kommend auf der B 14 nach Gebenbach, erblickt man rechts über der Talsenke den Mausberg mit seiner malerischen am Hang gelegenen Wallfahrtskirche. Um das Jahr 1700 ließ Pfarrer Sebastian Grün Maria zu Ehren eine "Capeln" in Steinfelsen hauen. Die Kapelle auf dem 472 m hohem Mausberg wurde für den großen Andrang der Wallfahrer zu klein und deshalb 1744 vergrößert. 1753 wurde das baufällige Gebäude durch eine Steinkirche ersetzt. Die damalige Glocke wog zwei Zentner und kam 1757 aus der Werkstatt des Amberger Glockengießers Johann Sivlius Kleßblatt. Der Amberger Schreiner Bacher lieferte den heute noch stehenden Hochaltar. 1843 mauerte man die Wände der Kirche neu, und 1870 bekam sie einen massiven Schiefer-Turm und zwei neue Glocken. 1906 erfolgte die Restauration, 1924 wurden drei neue Bronzeglocken beschafft, jedoch 1942 im 2. Weltkrieg vernichtet. 1848 erhielt die Wallfahrtskirche eine neue Orgel, 1949 weihte man zwei neue Glocken. Ende der 70er Jahre erfolge die Außenrestaurierung.

Zehentkasten, Vilseck

Zehentkasten, Vilseck

Speicherbau von 1702 der Burg Dagestein, seit 2004 Tagungsstätte und Kulturzentrum.

Zollhaus, Vilseck

Zollhaus, Vilseck

Zollhaus bis 1803, ehemalige Stadtwächterwohnung; liegt in der Nähe des "Vogelturms".